Thema des Jahres 2017

 

Das wird ein spannendes Jahr bei OPTIC+VISION. Mit Themen, die mit attraktiven Blickwinkeln das Kontinuum zwischen Revolution und Evolution digitalen Wandels ausleuchten werden. Berufe/Produkte/Services können von jetzt auf gleich überflüssig werden, weil neu aufkommende Technologien diese Leistungen komplett substituieren. Sie können sich aber auch nach und nach versuchen anzupassen. Zwischen diesen beiden Punkten schwingt die Welt der Augenoptik. Sie ist aber gut aufgestellt für diesen Wandel, bietet nicht nur neue Produkte, neue Services, sondern auch neue Berufsorientie- rungen. Denn die Digitalisierung bringt besondere Herausforderungen für die visuelle Welt mit sich.

Das Thema von OPTIC+VISION ist aber nie nur die Augenoptik an sich, son- dern die Veränderungen der Umwelt, in der sie lebt. Es geht uns stets um das letzte Glied der Wertschöpfungskette. Das sind die Menschen, die Kunden. Denn die wandeln sich derzeit in ihren Interessen, Präferenzen, Einstellungen und Kommunikationsverhalten. Alte, feste und dauerhafte Kategorien der Erfassung von Konsumenten lösen sich auf zugunsten von fließenden und temporären Strukturen. Gleichzeitig bringt die Digitalisierung der Technik, Arbeitswelt und Freizeit viele Chancen für die Augenoptik mit sich, weil der Anspruch der Kunden an die visuelle Fitness zunehmen wird. Denn die Physiologie des Menschen kann dem technischen Fortschritt nicht so schnell folgen. Die Aufgabe der Augenoptik ist es, hier Produkte/Services/Beratung bereitzustellen, die den Anpassungsprozess der Menschen an ihre Umwelt erleichtern (gute Brillen, Kontaktlinsen, Diagnose, Problemlösung).

Doch die Digitalisierung reicht weiter. Beispiel: Shopkonzepte werden intensiv diskutiert. Kommen sie der Digital-Generation noch nahe? Kann man sich ein Geschäft vorstellen, dessen Wände nur aus Bildschirmen bestehen, die die Regale darstellen? Ist Augmented Reality einsetzbar, damit junge Kunden in genau „ihre“ Geschäfte gehen können – mit ihrer Musik, mit ihrem präferierten Ambiente etc. pp.? Digital wird das alles möglich sein.

Die Digitalisierung forciert den Typus „multioptionaler Kunde“ bis hin zum Viele-Welten-Typus. Wenn auch viel Bedrohliches in den Medien berichtet wird, letztlich macht Digitalisierung frei. Das Individuum kann unglaublich schöpferisch tätig sein und seine Welt selbst bauen. Sie werden nicht mehr ins Geschäft kommen, sondern das Geschäft wird sich über viele Wege zum Kunden hinbewegen. Das Augenoptikgeschäft in seiner Kerninterpretation wandelt sich dementsprechend. Das wird für junge Augenoptiker- Entrepreneurs attraktiv, ja durchaus sexy, die diese Welten bereisen und bedienen wollen.

Niemand weiß, wie es kommen wird. Sicher aber ist: Es wird kommen! Und wir werden für unsere Leserinnen und Leser die Informationen aufbereiten, die sie in die Lage versetzen, Chancen des Wandels erfolgreich für sich zu nutzen. OPTIC+VISION blickt über Tellerränder, ist Scout und Motivator zugleich.

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