7 Dummheiten, die Sie Kundenempfehlungen kosten

// 30. Juni 2017 More

Empfehlungen von Kunden sind ein mächtiges Instrument, das den Erfolg des eigenen Unternehmens vorantreiben kann. Vor allem in der heutigen Zeit, da es besonders online normal geworden ist, Produkte und Unternehmen stets und ständig zu bewerten. Und die Bewertungen von anderen nehmen Einfluss auf unsere Entscheidungen. Wurde ein Geschäft oder Produkt von anderen nur mit ein oder zwei Sternchen bewertet, sucht der Kunde in dem übergroßen Angebot lieber nach einem besser bewerteten. Verschiedene Studien bestätigen diesen Einfluss auf das Kaufverhalten, beispielsweise eine aktuelle Umfrage der GfK in Zusammenarbeit mit dem Kölner Lokalmarketing-Unternehmen Greven Medien:

Meinungen und Kommentare anderer Menschen haben direkten Einfluss auf den Verkaufserfolg. Ein Drittel (31,9 %) aller Befragten gibt an, dass Bewertungen in Online-Portalen ihre Entscheidung stark bis sehr stark beeinflussen. Auch unabhängigen Vergleichstests wird eine bedeutende Rolle zugesprochen (42,9 %). Noch relevanter ist die Meinung von Freunden und Bekannten: Jeder Zweite (47,8 %) lässt sich von vertrauten Personen von einem Produkt oder einer Dienstleistung überzeugen. In der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen zeigt die Umfrage besonderes Vertrauen in Blogs und Foren, denen jeder Zweite (51,6 %) eine hohe Bedeutung zuspricht. (Quelle)

Patrick Hünemohr, Geschäftsführer von Greven Medien, erklärt darum: „Mit einer lokalen, digitalen Marketingstrategie und nachhaltigem Empfehlungsmarketing haben lokale Händler und Dienstleister die Chance, auf das veränderte Kauf- und Entscheidungsverhalten der Konsumenten zu reagieren. Denn: Gute Kundenbewertungen können sich positiv auf den Absatz auswirken.“

Sowohl online als auch offline kommt es einem Unternehmen zugute, wenn die Kunden zufrieden sind und das auch aktiv kundtun. Mit folgenden Fehlern könnten Sie das verhindern:

  1. Sie fragen Ihren Kunden nicht, ob er Sie weiterempfiehlt.
  2. Sie haben eigentlich keine Ahnung, wo und wie man online Unternehmen bewerten und empfehlen kann.
  3. Sie fragen Ihre Kunden nicht, ob sie jemanden kennen, für den Ihr Angebot ebenfalls interessant wäre.
  4. Sie bleiben Ihrem Kunden nicht in Erinnerung.
  5. Sie bieten Ihrem Kunden nichts Besonderes.
  6. Sie schicken Ihren Kunden – wenn überhaupt – nur einen Gutschein.
  7. Sie bauen online keine Kommunikation zu Ihren Kunden auf.

So geht es richtig:

  • Fragen Sie Ihre Kunden nach dem Kauf, ob Sie zufrieden waren und ob sie Sie nicht bewerten und weiterempfehlen möchten – auch auf Onlineportalen oder bei Google.
  • Werden Sie selbst Online-Empfehler und probieren Sie das Ganze aus. Dann können Sie auch eventuelle Nachfragen Ihrer Kunden beantworten.
  • Fragen Sie Kunden aktiv, ob das verkaufte Produkt nicht auch für einen Freund, Familienangehörigen usw. interessant sein könnte. Vielleicht werden Sie an diesen weiterempfohlen.
  • Hinterlassen Sie persönlich einen positiven Eindruck bei Ihren Kunden, damit sie sich später an Sie erinnern, z. B. mit einer witzigen Vorstellung.
  • Bieten Sie Ihren Kunden Mehrwert, über den sie später im besten Fall mit anderen Menschen sprechen. Das muss nicht unbedingt etwas Augenoptisches sein. Sie könnten im Geschäft auch andere interessante Informationen aufhängen, z. B. Restaurant-Empfehlungen (hier können Sie vllt. eine Gegenempfehlung vereinbaren) oder wo die aktuellen Blitzer stehen.
  • Senden Sie Ihren Kunden Angebote, die sie auch an Freunde und Familie weitergeben können, z. B. einen Gutschein für den Kunden und einen zum Weiterverschenken.
  • Nutzen Sie Blogs oder die sozialen Medien, um mit Ihren Kunden in Kontakt zu kommen, und animieren Sie sie hier zum Mitmachen (z. B. ihre Meinung sagen, ihre Erfahrungen erzählen, Umfragen, Gewinnspiele)

(sh)

Foto: Fotolia.de

Category: Branche + Ideen, OV

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