Fortbildung: Kooperationsstudiengang von ZVA Bildungszentrum und FH Aalen eingeweiht

// 15. Mai 2017 More

Prorektor für Forschung und Lehre der FH Aachen, Prof. Dr. Josef Rosenkranz überreicht Akademieleiter Günther Neukirchen symbolisch das Türschild das künftig das ZVA Bildungszentrum als offiziellen Studienort der FH Aachen ausweist

Die Feierstunde für den zukünftig gemeinsam von der FH Aachen und dem Bildungszentrum des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen angebotenen berufsbegleitenden Studiengang „Bachelor of Science Augenoptik und Optometrie“ wurde am 5. Mai 2017 mit einem persönlichen Grußwort vom Bundesminister für Gesundheit Hermann Gröhe eröffnet.

Der Bundesminister unterstrich die Bedeutung einer praxisnahen akademischen Ausbildung für die Steigerung der Zukunftsfähigkeit und Attraktivität von früher rein handwerklich ausgerichteten Berufsfeldern. Gerade die Verknüpfung von theoretischen Kompetenzen und deren praktischer Erprobung im betrieblichen Alltag sei eine besondere Stärke des neuen Studienangebotes. Es richte sich an Augenoptikergesellen, die während des achtsemestrigen Studiums sowohl den Meisterabschluss (nach 4 Semestern) als auch den Bachelorabschluss (nach weiteren 4 Semestern) erlangen können. Augenoptiker mit Meistertitel können direkt in den zweiten Studienabschnitt einsteigen und ihre Studienzeit um bis zu vier Semester verkürzen.

Die Bedeutung des Studiengangs und der mit ihm einhergehenden Kooperation zwischen einer Fachhochschule und einer Organisation des Handwerks wurde auch vom Prorektor der FH Aachen Prof. Dr. Josef Rosenkranz betont. Ebenso wie der Dekan des zuständigen Fachbereiches Biomedizintechnik und Technomathematik Prof. Dr. Christof Schelthoff wies er auf die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit für die Stärkung des Profils der FH Aachen in den Gesundheitsberufen hin. Gemeinsam überreichten sie dem Akademieleiter des ZVA-Bildungszentrums Günther Neukirchen das Schild, das die Akademie des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen von nun an als offiziellen Studienort der FH Aachen ausweist.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten Günther Neukirchen und der Leiter des Studiengangs Prof. Dr.-Ing. Konstantin Kotliar den neuen Kooperationsstudiengang näher vor. Erstmals in der Geschichte der deutschen Augenoptik gibt es nun auch einen Hochschulstandort im Westen der Republik. Durch die kurzen Wege zwischen dem Campus Jülich der FH Aachen und dem zwischen Köln und Düsseldorf gelegenen ZVA-Bildungszentrum sei ein reger Austausch zwischen den Institutionen gewährleistet. Die Studierenden profitierten von der modernen technischen Ausstattung beider Institutionen ebenso wie von der interdisziplinären Ausrichtung der FH mit Schnittstellen zur Biomedizintechnik, zur Physiotherapie und zur Informatik. Durch die hohe Kundenorientierung des gesamten Lehrteams, die kurzen Wege und die familiäre Atmosphäre würden die Studenten eine bestmögliche Betreuung auf ihrem Weg zu akademischen Weihen erfahren.

Abgerundet wurde die Feierstunde durch das Schlusswort von ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod, der dem neuen berufsbegleitenden Studiengang einen erfolgreichen Verlauf und vor allem viel Zuspruch aus der Augenoptikerschaft wünschte.

Alle Redner waren sich sicher, dass mit diesem Studienangebot eine attraktive Fortbildungsmöglichkeit für junge Augenoptiker und Optometristen geschaffen wurde. Die in der Augenoptik häufig gestellte Frage „Handwerk“ oder „Hochschule“ verliere so ihre Bedeutung. Denn zumindest im Kooperationsstudiengang Augenoptik und Optometrie sei beides wie selbstverständlich miteinander verzahnt.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zeigte sich sehr angetan von der freundschaftlichen Atmosphäre der beiden Bildungsinstitute sowie dem großen Engagement, das alle Beteiligten bei dem gemeinsamen Projekt an den Tag gelegt haben.

Quelle: ZVA

 

Category: Branche + Ideen, NoOV

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