Bionisches Auge: Finanzierung für globale Vermarktung

// 4. April 2017 More

Durch eine Finanzierung von China Huarong International Holdings Ltd und State Path Capital Limited erhielt das australische Projekt Bionic Vision Technologies (BVT) 18 Millionen US-Dollar, um seine Geräte für die globale Vermarktung weiterzuentwickeln. Bisher wurde die Entwicklung des australischen „bionischen Auges“ durch eine fünfjährige Forschungsinitiative mit 50 Millionen AU-Dollar finanziert.

BVT werde die neuen Mittel zur Herstellung von Geräten verwenden und für eine klinische Studie am Menschen. Das „bionic eye“-Implantat soll bei Patienten mit der erblich bedingten degenerativen Augenkrankheit Retinitis pigmentosa eingesetzt werden.

„Wir glauben, dass diese Technologie das Potenzial hat, das Leben von Millionen von Menschen zu verändern. Unsere Investitionsunterstützung wird dazu beitragen, das aktuelle Produkt näher an den Markt zu bringen und zu den Menschen, die davon profitieren werden“, erklärt Alastair Lam, Vorsitzender der State Path Capital Limited.

„Diese Investition ist ein wichtiger Meilenstein für unsere einzigartige australische Technologie und eine Bestätigung unseres Ansatzes, mit dem wir die globale Gesundheit positiv beeinflussen möchten. Diese neuen Mittel werden dazu beitragen, eine Lösung zu entwickeln, um dazu beitragen, das Leben blinder Menschen zu verbessern“, bestätigt Robert Klupacs, Vorstandsvorsitzender von Bionic Vision Technologies.

Derzeit gibt es keine Behandlung für Erkrankungen wie Retinitis pigmentosa. Das National Eye Institute, US, schätzt, dass einer von 4.000 Menschen weltweit von der Krankheit betroffen ist. Durch Vererbung oder spontane Mutation werden bei dieser Netzhautdegeneration die Photorezeptoren zerstört.

Das Implantat von BVT befindet sich auf der Rückseite des Auges. Dort stimuliert es überlebenden Nervenzellen in der Netzhaut mit elektrischen Signalen. Diese werden aus Bildern erzeugt, die von einer extern getragenen Kamera gesammelt wurden.

In den kommenden Monaten sollen klinische Studien in Melbourne beginnen. Basierend auf den Ergebnissen der ersten Studie (2012-2014) werden weitere Patienten bis zu zwei Jahre mit dem Implantat ausgestattet, um es bei alltäglichen Aktivitäten zu testen.

Quelle: BVT

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